Radtouren

Mit dem Rad in San Francisco unterwegs

San Francisco gilt als Geburtsort der Fahrradkuriere. In seinem Umland entstand das Mountainbiking. Und 1992 fand hier die erste „Critical Mass“ statt. Was also bietet sich mehr an, als die Traumstadt in Kalifornien vom Fahrradsattel aus zu erkunden?

Ein besonderes Erlebnis: Mit dem Rad und in kleiner Gruppe San Francisco erkunden, © Lisa K. Schuermann
Ein besonderes Erlebnis: Mit dem Rad und in kleiner Gruppe San Francisco erkunden, © Lisa K. Schuermann
Die brühmte Strassenkreuzung in Haight-Ashbury, © Lisa K. Schuermann
Die brühmte Strassenkreuzung in Haight-Ashbury, © Lisa K. Schuermann

Als es diesen Monat zum ersten Mal in meinem Leben nach San Francisco ging, war die innere „Must See“-Liste schon prall gefüllt: von der Fischermans Wharf, über das frühere „Hippieviertel“ Haight-Ashbury bis zur Chinatown. Und, ja natürlich, wollte ich unbedingt auch einmal das Wahrzeichen der Pazifikmetropole mit eigenen Augen sehen: die Golden Gate Bridge!

Zurück in Deutschland kann ich überzeugt feststellen: Wer im Urlaub gern aktiv ist und an einem Tag möglichst viel sehen möchte, der sollte San Francisco unbedingt mit dem Rad erkunden!

Einige der steilsten Straßen der Welt

Als eine Stadt, die auf und zwischen Hügeln erbaut wurde, ist die Pazifikmetropole berüchtigt für ihre steilen Straßen, wie die Filbert Street oder die bekannte Lombard Street. Aus diesem Grund entschieden wir uns entgegen unserer bisherigen Gewohnheiten für eine e-bike-Tour.

Fahrradverleihe und auch geführte Touren gibt es in San Francisco gefühlt an jeder Ecke. „Bike the Bridge“ fordern einen die zahlreichen Flyer und Plakate auf. Wir erkundeten die Stadt mit „Dylans Tour“. Der kleine, inhabergeführte Anbieter wird von Dylan David und seinem Bruder Brendan geleitet. Wir waren über 5 Stunden mit Dylan persönlich unterwegs. Erst zu fünft, dann nur zu dritt.

Wasserfall im Golden Gate Park San Francisco, © Lisa K. Schuermann
Wasserfall im Golden Gate Park San Francisco, © Lisa K. Schuermann

San Francisco mit dem E-Bike

Bei strahlendem Sonnenschein ging es von dem kleinen Radladen in North Beach erst einmal zur belebten Fishermans Wharf und dem Aquatic Park. Nach Zwischenstopps in Marina, vor dem „Palace of Fine Arts“ und Chrissy Fields, konnte die Golden Gate Bridge mit dem Rad überquert werden. Aufgrund der vielen Touristen natürlich kein einsames, aber doch ein eindrückliches Vergnügen.

Bekannte und unbekannte Seiten der Stadt

Sehr zu empfehlen ist eine Tour mit einheimischen Guides wie Dylan auch deshalb, weil wir neben viel Wissenswertem zur Geschichte auch allerlei Stadtgeschichten aus den letzten zwei Jahrzehnten erfuhren: vom Erdbeben 1989, über die Lage nach dem Platzen der dotcom Blase zur Jahrtausendwende bis zu persönlichen Anekdoten über die Spleens und Vorlieben der Stadtbewohner.

Oldtimer am Pazifikstrand nahe Cliff House, © Lisa K. Schuermann
Oldtimer am Pazifikstrand nahe Cliff House, © Lisa K. Schuermann

Nach einem Picknick-Lunch mit umwerfender Aussicht auf den tosenden Pazifik ging es weiter durch den Golden Gate Park, die grüne Oase der Stadt. Am Rande dieses 5 Kilometer langen Parks, der sogar den Central Park in New York mit seiner Größe übertrifft, liegt das sogenannte Hippieviertel Haight-Ashbury.

Hier fand 1967 der ikonische „Summer of Love“ seinen Anfang und sein noch abrupteres Ende. Im Jahr 2017 feiert ganz San Francisco seinen 50. Jahrestag.

Am Rande von Haight-Ashbury liegt de Alamo Square: ein kleinerer Park mit Aussieht auf die Stadt, wie es sie in San Francisco viele gibt.

An seinem Rande jedoch steht die, uns auch in Deutschland durch die Anfangsszene der Familienserie „Full House“ bekannte, viktorianische Häuserreihe der „Painted Ladies“.

Die berühmten Painted Ladies am Alamo Square, © Lisa K. Schuermann
Die berühmten Painted Ladies am Alamo Square, © Lisa K. Schuermann

Nach einem kurzen Stopp an diesen sieben Damen, samt einiger sich davor drängenden Selfie-Sticks, düsten wir weiter hügelab- und aufwärts durch die touristischen wie auch die weniger touristischen Straßen der geschäftigen Chinatown.

Nach einem Streifzug durch das Civic Center mit Rathaus, großen Museen und dem Gebäude, in dem die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet wurde, erreichten wir bei immer noch strahlendem Sonnenschein North Beach und den Radladen von Dylan.

Fazit: Wer gerne draußen unterwegs ist, aber die steilen Hügel scheut, sollte San Francisco unbedingt mit dem E-Bike erkunden! Es empfiehlt sich, genügend Zeit einzuplanen, z.B. mit der gut sechsstündigen „Original City Loop Tour“ und den einheimischen Guides von „Dylan’s Tours“.

Reisezeit: Anfang Mai

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