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Unter Baumriesen: 5 Tipps für die Muir Woods

Nur rund 20 Kilometer nördlich von San Francisco gelegen, sind die Muir Woods eines der beliebtesten Ziele für Tagesauflüge in Nordkalifornien. Das kann lange Autoschlangen und einen überlaufenen Park bedeuten. Wie ein Besuch bei den imposanten Redwood-Bäumen trotzdem zum interessanten Naturerlebnis wird, verraten diese fünf Tipps.

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Blick nach oben in die Baumwipfel der Redwoods, © Lisa K. Schuermann

Tipp 1: Früh aufstehen

Die Muir Woods sind von der Golden Gate Bridge aus nur eine halbstündige Fahrt (über Highway 1 und Panoramic Highway) entfernt. Das macht den Park zum beliebten Ziel für Großstadtmenschen und Touristen aus aller Welt. Damit der Abstecher dorthin nicht zum stressigen Desaster wird, empfiehlt es sich sehr, den Park unter der Woche und gleich morgens zu besuchen. Der Park öffnet das ganze Jahr über um 8 Uhr morgens. Am Wochenende sind die wenigen Parkplätze schnell überfüllt und im Park drängen sich die Besuchergruppen.

Wir haben die Region zudem Anfang Mai bereist, wo es nicht ganz so voll ist wie in den beliebten Sommermonaten Juli und August.

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„Bei jeder Wanderung durch die Natur bekommt man weit mehr als man sucht“: Zitat von Naturforscher John Muir am Wegesrand, © Lisa K. Schuermann

Tipp 2: Gut vorbereiten

Im Gebiet der Muir Woods ist der Mobilfunk- und Internet-Empfang nur sehr schwach. Wer plant, mit Taxi oder Uber zurückzufahren, sollte hier Im Vorfeld Absprachen treffen.

Besser ist die Anfahrt mit dem eigenen Auto (außerhalb der „Stoßzeiten“) oder natürlich mit einem Shuttle-Bus. Viele private Anbieter haben Touren oder auch Shuttle-Fahrten im Programm.

Eine Übersicht bietet die Webseite der „Golden Gate National Parks Conservancy“: http://www.parksconservancy.org/visit/park-sites/muir-woods-national-monument.html

Die hohen Bäume des Redwood-Waldes lassen für gewöhnlich nur wenig Sonnenstrahlen hindurch. So ist es auch im Sommer recht kühl. Es empfiehlt sich, eine Jacke dabei zu haben oder aber, sich gleich im „Zwiebel-Look“ zu kleiden. Wer den befestigten Rundweg um den Redwood Creek verlässt und einen der anderen Trails besucht (siehe Wandertipps), sollte unbedingt festes Schuhwerk tragen.

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Der Eingang zum 1908 eröffneten National Monument Muir Woods, © Lisa K. Schuermann

Tipp 3: Offene Augen für Geschichte

Vor über 110 Jahren, im Jahr 1905, erwarb der US-Kongressabgeordnete William Kent den 247 Hektar großen Wald und schenkte ihn zwei Jahre später dem Staat. Der damalige US-Präsident Theodore Roosevelt erklärte den Park im Jahr 1908 zum „National Monument“. Gewidmet sind die Muir Woods dem berühmten Naturforscher John Muir. Zitate aus und Erinnerungen an Muirs Leben und Wirken finden sich an verschiedenen Orten des Parks.

In der Cathedral Grove lohnt es sich nach einer Gedenktafel Ausschau zu halten: Im Mai 1945 hielten hier Delegierte der Vereinten Nationen eine Zeremonie im Andenken an den zuvor verstorbenen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt ab.

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Heute im Wald: Baumgespräch, © Lisa K. Schuermann

Tipp 4: Angebote für die ganze Familie wahrnehmen

Wer bereits andere Nationalparks und Reservate in den USA besucht hat, kennt das ansprechende Angebot für Groß und Klein. Wer mit Kindern zwischen 5 und 12 Jahren unterwegs ist, kann diese beim „Junior Ranger“-Programm mitmachen lassen. Mit der „Redwood Discovery: A Quest at Muir Woods“ geht es auf rätselhafte Entdeckungsreise durch die Muir Woods.

Auch Erwachsene können bei Rundtouren und Infotreffs wie dem “Tree Talk“ allerlei Wissenswertes erfahren. Einfach in der Information am Parkanfang nachfragen oder auf die Aushänge achten.

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Saftige Blumenwiesen in Marin County, © Lisa K. Schuermann

Tipp 5: Marin County entdecken

Wer in San Franscisco urlaubt und einen Ausflug zu den Muir Woods plant, sollte unbedingt noch den einen oder anderen Abstecher in Marin County einplanen. Die Region nördlich der Golden Gate Bridge beeindruckt mit saftig-grünen Hügeln, geschwungenen Straßen mit Ausblicken auf den tiefblauen Ozean und idyllischen Städtchen.

Als Ausflugsziele in Marin County bieten sich der Sandstrand von Stinson Beach, die ehemaligen Holzfällerstadt Mill Valley, der Mount Tamalpais und eine Fahrt zum Point Reyes Leuchtturm an. Auf der Wegstrecke auf dem Shoreline Highway gen Norden haben wir uns besonders an den Seehunde auf dem glitzernden Wasser der Bolinas Lagoon erfreut.

Fazit: Wer sich obige Tipps zu Herzen nimmt, kann recht entspannt allerlei Lehrreiches über die bekannten Baumriesen „Redwoods“ erfahren. Allen Besuchern aus San Francisco sei ans Herz gelegt, einen Ganztagesausflug zu machen und auch die anderen Highlights des Marin County zu entdecken.

Eintritt: 10 US-Dollar (Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt); es gibt auch einen Jahresausweis. Wer plant, mehrere Nationalparks zu besuchen, sollte über die Anschaffung des „America the Beautiful – The National Parks and Federal Recreation Lands Pass“ nachdenken.

Mehr Infos: Webseite des National Park Service

Reisezeit: Anfang Mai

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