Wandern

Genusswandern zum Eichfelsen-Panorama

Auf entspannten 12, 5 Kilometern wartet die „Donauwelle“ Eichfelsen-Panorama mit allem auf, was das Genusswanderer-Herz erquickt: Traumhafte Natur, imposante Ausblicke, gute Beschilderung sowie das Kloster Beuron als geschichtliches und kulturelles Highlight.

Ausblick auf das Donautal vom Eichfelsen aus, © Lisa K. Schuermann
Ausblick auf das Donautal vom Eichfelsen aus, © Lisa K. Schuermann

Die Qual der Wahl: Fünf Premium-Touren

Neben der Donaufelsen-Tour, der Donauversinkung, dem Klippeneck-Steig und der Kraftstein-Runde ist die Eichfelsenpanorama-Tour eines der Wander-Sahnestücke im Naturpark Obere Donau. Die als Premium-Rundwanderwege ausgezeichneten zwischen 9,3 und 15,4 km langen Touren warten neben einer abwechslungsreichen Streckenführung und Top-Beschilderung auch mit einem ansprechenden Tourismus-Flyer auf.

Angesprochen von den „5 Rezepten zum Nachwandern“ entschieden wir uns auf unserer Herbstwanderung, die Eichfelsen-Panorama-Tour zu laufen.

Beschauliche Gegend

Ein Tipp: Das professionelle Marketing für die Region täuscht ein wenig darüber hinweg, dass es in der Region Obere Donau zumindest in der Nebensaison äußerst beschaulich zugeht. Mal eben ein Wasser kaufen oder einen Kaffee trinken gehen, kann sich als eine echte Herausforderung entpuppen. Supermärkte liegen vom Start unserer Wanderung, Beuron, aus über 10 km entfernt und viele Cafes haben geschlossen.

Historie spüren am Kloster Beuron

Das imposante Kloster Beuron im Donautal, © Lisa K. Schuermann
Das imposante Kloster Beuron im Donautal, © Lisa K. Schuermann

Bei blauem Himmel und Sonnenschein starten wir am Kloster Beuron unsere Tour. Das Kloster liegt im gleichnamigen Örtchen, rund 25 Kilometer westlich von Sigmaringen. Im Jahre 1077 als Augustiner Chorherrenstift gegründet, wurde das alte Kloster im 30-jährigen Krieg fast völlig zerstört. Erst seit 1863 wird es wieder als Benediktinerkloster genutzt.

Edith Stein, die bekannte Philosophin, Frauenrechtlerin und Ordensschwester, lebte einst vor ihrer Deportation durch die Nationalsozialisten in Beuron.

Heute besteht die Klostergemeinschaft aus rund 50 Mönchen. Zu Beginn der Rundwanderung, oder aber als Abschluss, empfiehlt es sich, ein paar Minuten in der Barockkirche St. Martin zu verbringen.

Ein Anstieg zu Beginn

Nach einem Abstecher am Klostergelände starteten wir unsere Tour und passierten nach ein paar Metern zum ersten Mal die Donau: Eine historische gedeckte hölzerne Fußgänger- und Radfahrerbrücke aus dem Jahr 1801 wartet in ihrem Inneren mit allerlei Informationen über ihren Bau und ihre Geschichte auf.

Am anderen Donau-Ufer geht es schnell in den Wald und damit bergauf. Hier zeigt sich, warum die Wanderung „Donauwelle“ heißt: Es geht immer mal wieder bergauf und bergab.

Ausblicke zum Genießen am Eichfelsen

Rast am Rauhen Stein, © Lisa K. Schuermann
Rast am Rauhen Stein, © Lisa K. Schuermann

Der Aufstieg jedoch lohnt sich, denn an Spaltfelsen und Rauhem Stein erwarten einen imposante Ausblicke auf das Donautal. Nach einem Abstecher am Felsengarten mit seinen seltenen Pflanzen bot sich uns am Eichfelsen erneut ein tolles Panorama: Vor Jahrtausenden hat sich die Donau hier ein tiefes Bett durch das mächtige Juragestein der Schwäbischen Alb gegraben.

Die mächtige Kalkfelsen legen Zeugnis davon ab. Unser Blick schweifte neben der sich lieblich schlängelnden Donau auch übe tiefe Wälder. In unserer Gegend seltene Tierarten wie Uhus, Gemsen und Luchse sollen hier Zuhause sein.

Auf Schotter- und Sandwegen wie auch auf Asphalt ging es nach diesen lohnenden Ausblicken bergab in Richtung Maurus-Kapelle. Nach einem Abstecher dort querten wir erneut die Donau und begegneten nach längerer Zeit mal wieder Menschen: Einige Paare radelten uns entgegen, denn hier kreuzt sich unsere Donauwelle mit dem Donauradweg.

Höhlen am Wegesrand

Erneut ging es dann leicht bergauf und es wurde wieder waldiger. Vorbei an der Maurushöhle und der ein wenig abseits des Weges gelegenen Petershöhle führten uns die Rundwander-Schilder sicher zurück nach Beuron.

Blick aus der Maurushöhle im Naturpark Obere Donau, © Lisa K. Schuermann
Blick aus der Maurushöhle im Naturpark Obere Donau, © Lisa K. Schuermann
Darf nicht fehlen: Kaffee und ein Stück Donauwelle, © Lisa K. Schuermann
Darf nicht fehlen: Kaffee und ein Stück Donauwelle, © Lisa K. Schuermann

Süße Belohnung am Schluss

Wissensdurstige können zurück in Beuron das „Haus der Natur“ besichtigen.

Es befindet sich im ehemaligen Bahnhofsgebäude von Beuron, wo seit den 1990er Jahren auch die Geschäftsstellen der Stiftung Naturschutzzentrum Obere Donau und des Naturpark-Vereins Obere Donau ihre Sitze haben.

Im Herbst 2017 war das „Haus der Natur“ wegen Umbauarbeiten jedoch geschlossen, so dass es uns zum Abschluss gleich ins Cafe zog.

Dort gab es einen Kaffee und – na klar – ein Stück Donauwelle.

Fazit: Schöne Ausblicke, eine klasse Beschilderung, immer wieder leichte An- und Abstiege für das „Quentchen Fitness“ und zum Abschluss ein Stück Donauwelle: Diese Rundwandertour hat alles, was das Herz begehrt. Minimale Abzüge gibt es für die ausbaufähige Infrastruktur in der Region.

Strecke: rund 12, 5 km

Dauer: Wir waren ca. 5, 5 Stunden (samt Pausen) unterwegs – in gemütlichem Genusswander-Tempo.

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