Wandern

Wandern in den Muir Woods bei San Francisco

Von der berühmten Golden Gate Bridge aus sind es nur gut 30 Minuten und man erreicht den Muir Woods Park. Hier stehen die berühmten imposanten Redwoods. Diese Baumriesen bevölkerten einst die ganze Region. Heute gibt es nur noch wenige der 400 bis über 1.000 Jahre alten Exemplare.

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Bitte Ruhe: Eingang in den Cathedral Grove in den Muir Woods, © Lisa K. Schuermann

Der damalige US-Präsident Roosevelt war es, der 1908 die Muir Woods zu einem nationalen Denkmal ernannte. Zu verdanken war dies jedoch vor allem dem Kongressabgeordneten William Kent. Er hatte das Gelände gemeinsam mit seiner Ehefrau Elisabeth gekauft. Vor Gericht hatte Kent dafür gestritten, dass die historischen Mammutbäume vor einem Staudamm-Projekt bewahrt wurden. Er bekam Recht und schenkte das Gelände dem Staat, um es der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Die Muir Woods – auf Kents Wunsch hin benannt nach dem Naturforscher John Muir – waren damit das erste von einer Privatperson gestiftete „National Monument“.

Der Grund, warum am Redwood Creek im heutigen Gebiet des Muir Wood Parks so viele Mammutbäume überdauerten liegt auf der Hand: Das Gelände in der Nähe des Mount Tamalpais war schlicht zu schwer zugänglich, um den Holzfällern in die Hände zu fallen. Heutzutage führt ein fast 2,5 Kilometer langer Rundwanderweg um den Redwood Creek. Er bietet die perfekte Ausgangslage zum Wandern in den Muir Woods! Teils auf asphaltiertem Grund, teils auf Holzstegen kann man hier entspannt spazieren gehen.

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Natur pur am Wegesrand: Schlange in den Muir Woods, © Lisa K. Schuermann

Wer abkürzen mag, kann eine der vier Brücken überqueren. Wer hingegen den gemütlichen Spaziergang noch erweitern möchte, kann von den Hauptwegen um das Flussbeet aus auf einen der zahlreichen Trails in den Berghängen ausweichen.

Wir starteten unsere Tour am Visitors Center und gingen am Fluss entlang durch Founders und Cathedral Grove. Im Cathedral Grove stehen – wie auch im Bohemian Grove – die größten Küstenmammutbäume des Parks.

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Holzbrücke am Creek, © Lisa K. Schuermann

Vor der vierten Brücke trennen sich Redwood Creek und Fern Creek. Wir entschieden uns dafür, dem sanft plätschernden Fern Creek zu folgen. Ab diesem Zeitpunkt konnten wir üppige Farne, mit Moos bewachsene, umgestürzte Bäume sowie die Schattenspiele auf dem Wasser ganz allein genießen. Abseits des Hauptweges verirrten sich wegen unseres Besuches kaum Wanderer auf die befestigten Trails am Hang.

Wir nahmen am Ende des Fern Creeks noch ein Stück des Camp Alice Eastwood Trails und überquerten später die Brücke 4 um auf der anderen Flussseite zurück zu spazieren. Am Ende unserer gut zweistündigen Tour erwartete uns noch der bekannte Bohemian Grove. Hier befindet ich auch der mit fast 80 Metern höchste Baum in den Muir Woods.

Fazit: Wer sich die Fünf Tipps zu Herzen nimmt, kann eine entspannende Wanderung unter den hohen Baumkronen der imposanten Redwoods unternehmen. Die Rundtour ist besonders geeignet für Familien mit kleineren Kindern und alle, die etwas schwerer zu Fuß unterwegs sind.

Eintritt: 10 US-Dollar (Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt); es gibt auch einen Jahresausweis. Wer plant, mehrere Nationalparks zu besuchen, sollte über die Anschaffung des „America the Beautiful – The National Parks and Federal Recreation Lands Pass“ nachdenken.

Dauer: Die beschriebene Tour „Wandern in den Muir Woods“ dauerte gut zwei Stunden. Sie ist beliebig verkürz- bzw. verlängerbar.

Mehr Infos: Webseite des National Park Service

Reisezeit: Anfang Mai

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